Familienchronik
Laufersweiler und
Švihálek,
sowie einige angeheiratete Linien.
Band
I – 1995
Angepasst
fürs Internet in Mai 2004
Autor:
Shlomo Leonard Laufersweiler
Außer
handfesten Lebensregeln sind gute Erinnerungen
das
Beste, was man den Kindern mitgeben kann.
Worms,
den 19. Juli 1995
INHALTSVERZEICHNIS
1. Vorwort zur Internet-Ausgabe
2004
2. Einführung............................................................................................................................................................... 3
2.1. Warum Familienforschung?............................................................................................................... 3
2.2. Angewandte Forschungsmethoden................................................................................................. 3
2.3. Quellenübersicht.................................................................................................................................. 4
3. Stamm Laufersweiler............................................................................................................................................... 5
3.1. Legenden.............................................................................................................................................. 5
3.2. Ort Laufersweiler in Hunsrück und die
Namensgeschichte.......................................................... 5
3.3. Genealogische Funde zwischen 1630 und 1878.............................................................................. 6
3.4. Älteste direkte Vorfahren nach dem
30-jährigen Krieg.................................................................. 10
3.5. Galizische Periode 1785 - 1939............................................................................................................ 10
3.5.1. Die Kolonisten.................................................................................................................. 10
3.5.2. Zurück nach Westen........................................................................................................ 13
3.6. Emigration in die USA......................................................................................................................... 14
3.7. Nicht zugeordnete Linien................................................................................................................... 14
3.8. Übersicht heute in Deutschland lebender
Laufersweiler (Stand 1995)........................................ 14
3.9. Übersicht heute außerhalb Deutschlands
lebender Laufersweiler (Stand 1995)....................... 16
4. Stamm Svihálek....................................................................................................................................................... 18
5. Stamm Brezina......................................................................................................................................................... 18
6. Stamm Jonczy.......................................................................................................................................................... 18
7. Stamm Müller und Harlfinger................................................................................................................................ 18
8. Stamm Manz und Sauer......................................................................................................................................... 18
9. Schlußwort............................................................................................................................................................... 19
10. ANHANG............................................................................................................................................................... 20
10.1. Bibliographie...................................................................................................................................... 20
10.2. Index.................................................................................................................................................... 20
10.3. Urkunden und Dokumente............................................................................................................... 22
Die vorliegende Arbeit wurde in 1995 als gebundenes Buch erstellt. Für die Internet-Ausgabe 2004 wurden folgende Anpassungen vorgenommen:
- Abschnitte mir personenbezogenen Daten für die Zeit nach dem II. Weltkrieg wurden aus Datenschutzgründen teilweise entfernt oder angepasst.
-
Graphiken wurden
teilweise für den Bildschim angepasst oder weggelassen
-
Die
Forschungsdaten und die Stammbaumdaten sind auf dem Stand von 1995
-
Veränderungen nach 1995
wurden meistens noch nicht berücksichtigt
Die mündlich überlieferten Legenden der Familie Laufersweiler waren teilweise so unglaublich und abenteuerlich, daß ich der Verlockung nicht widerstehen konnte, sie durch systematische Erforschung der zugänglichen Quellen weiter zu beleuchten.
Jedes Fürstenhaus, jeder Adelige, viele bekannten und berühmten Familien haben ihren Stammbaum. Doch wo wir selbst herkommen - ob wir nun Didié, Novák, Lippert, Švihálek, Brezina, Jonczy oder Laufersweiler heißen - liegt für uns meistens im Verborgenen.
Gerade noch Großeltern oder Urgroßeltern sind bekannt, danach verliert sich die Spur unserer Familie oft im Dunkeln. Warum also nicht einmal systematisch die Wurzeln der eigenen Herkunft erforschen?
Um die Mosaiksteine der vergangenen Generationen zusammenzufügen, wurde ein Familienarchiv gegründet, in dem die Spuren der Sippschaft gesammelt wurden. Vom Interesse waren nicht nur trockene Zahlen, sondern auch Geschichten, Legenden und Anekdoten, jüdische und adelige Verwandtschaft oder Vorfahren, berufliche Pleiten und große Erfolge. Im Laufe dieser Arbeit hat es sich gezeigt, daß das Quellenmaterial viel umfangreicher ist als zuerst angenommen, und daß seine vollständige Auswertung wohl mehrerer Forscher bedarf. Insofern ist diese Arbeit kein abgeschlossenes Werk, sondern eher eine einführende Untersuchung.
Das Ergebnis dieser Forschung, die fast ein Jahr gedauert hat, sind Stammbäume und eine kurze Familienchronik, die nicht nur unsere Wurzeln erhellt, sondern die auch unseren Nachkommen die Umwälzungen der heutigen Zeit dokumentiert.
Sammeln - Dinge welcher Art auch immer - gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen. Neben Briefmarken, Münzen, Tellern, Schallplatten ist auch Nostalgisches vielen Menschen ein faszinierendes Hobby geworden. So findet auch die Geschichte der Familie immer mehr Interesse. Dadurch kann auch Familien- und Ahnenforschung zu einem spannendem Hobby werden. Warum sollte man nicht einmal etwas sammeln, das an die Wurzeln der eigenen Herkunft führt?
Die Anzahl der Vorfahren wächst arithmetisch mit der Anzahl der erforschten Generationen. So haben wir zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern, sechzehn Ur-Urgroßeltern - und das ohne deren Geschwister zu rechnen. Aber die Ur-Urgroßeltern wurden erst um den Anfang dieses Jahrhunderts geboren. Zehn Generationen bedeuten 1024 Vorfahren in direkter Linie. Mit zehn Generationen sind wir jedoch erst im 17. Jahrhundert angelangt. Familienforschung wird zu einer wahren Leidenschaft - denn man kann immer wieder in die Vergangenheit zurückgehen. Immer wieder steht man vor der Frage: Was war davor? Wer war davor?
Seit dem Ende des Mittelalters leben wir in einer sehr schnellebigen Zeit. Kriege, Revolutionen, technische Innovationen, Emanzipation, Entdeckungen von neuen Kontinenten, Inflationen, Wirtschaftswunder, Niedergang des Kommunismus, Ostheimkehrer - all dies sind prägende Ereignissen, die die jeweilige Zeit bestimmt haben. Erst das Verständnis dieser Begleitumstände beleuchtet die Hintergründe und Beweggründe unserer Vorfahren. Der Alltag der Einzelpersonen wurde durch die Geschichte von Städten und Regionen bestimmt. Die Spuren der Einzeleinflüsse sind unterschiedlich dokumentiert. Über manche Epochen sind zahlreiche Zeugnisse, Bücher und Museen erhalten, über andere können wir nur spekulieren.
Um den Gesamtumfang dieser Arbeit in Grenzen zu halten, wurden folgende Grundregeln aufgestellt:
Das primäre Ziel ist die Erforschung der Vorfahren mit dem Familiennamen Laufersweiler. Um dieses Hauptziel zu erreichen wurde der größte Aufwand betrieben. Die Ausgangspersonen sind meine beiden Kinder Judith Jael und Eli Jochanan Laufersweiler.
Die angeheirateten weiblichen Linien bei direkten Vorfahren werden nach Möglichkeit weitgehend berücksichtigt, soweit deren Ermittlung mit vertretbarem Aufwand möglich ist.
Sonstige und verschwägerte Linien wurden nur dann aufgenommen, wenn deren Stammbäume bereits fertig vorlagen und ohne großen Aufwand integrierbar waren.
Da sich diese Arbeit also vor allem auf die patriarchalische Linie konzentriert, bietet die Erforschung der matriarchalischen Linien noch viele Betätigungsfelder für die Zukunft.
Je nach Geschichtsabschnitt wurden verschiedene Forschungsmethoden eingesetzt.
Die jüngere Geschichte bis in die Gegenwart hinein (20. Jahrhundert) wurde vor allem durch die Befragung der lebenden Familienangehörigen durchgeführt. Dazu wurde ein Fragebogen entwickelt. Die Reaktion auf diese Umfrage war unterschiedlich und reichte von einer begeisterten Zustimmung und detaillierten Einzelinformation bis zum Desinteresse. Durch die Fragebogenmethode wurden einige Laufersweiler-Linien ermittelt, die jedoch zu der Hauptlinie nicht zugeordnet werden konnten. Sie werden im Weiteren als Basis für mögliche künftige Forschung aufgelistet.
Die authentischen Aufzeichnungen von Ida Didié, geb. Laufersweiler dokumentieren das Leben der Nachkommen von Adolf Phillip Laufersweiler.
Die mittlere Geschichte (19. bis 18. Jahrhundert) wurde aus bestehenden genealogischen Urkunden und aus der zahlreichen Literatur über die Galiziendeutschen ermittelt. Die wichtigsten literarischen Quellen dieser Epoche der Familie Laufersweiler sind die Bücher vom Fritz Seefeld[1], mit dem wir über die zweite Frau von Adolf Laufersweiler - Mathilde Harlfinger verschwägert[2] sind.
Wichtige Hilfe bei der Erforschung der mittleren Geschichte kam über die Arbeitsgemeinschaft ostdeutscher Familienforscher e.V. (AGoFF). Der Leiter der Forschungsstelle Galizien und Bukovina der AGoFF, Herr Manfred Daum überprüfte, korrigierte und ergänzte in mühevoller Kleinarbeit in Archiven und Kirchenbüchern von Galizien, die sich im Besitz der Sippenkundlichen Arbeitsgemeinschaft im Hilfskomitee der Galiziendeutschen befinden, die genealogischen Angaben dieser Epoche.
Die ältere Geschichte (17. Jahrhundert und älter) wurde direkt aus Archiven und Kirchenbüchern in der Pfalz (Partenheim) ermittelt.
Gespräche mit Dr. Fritz Schellack - Autor der Dorfchronik vom Ort Laufersweiler[3] - halfen bei der Datierung der gegenwärtigen Schreibweise des Ortsnamens Laufersweiler, deren Zusammenhang mit dem Familiennamen Laufersweiler vermutet wird.
Die mündlichen Überlieferungen von Erich Ferdinand Laufersweiler bewahrten viele wertvolle Hinweise und Legenden über die Familiengeschichte.
Die in tschechischer Sprache handgeschriebene Familienchronik von Viktor Švihálek ist als Anhang beigefügt. Sie ist ein einmaliges Zeugnis der böhmischen Familiengeschichte.
Die verschiedenen Informationsquellen sind häufig verkettet, so daß eine gegenseitige Überprüfung und Ergänzung die Zuverlässigkeit der Informationen erhöht. Den höchsten geschichtlichen Beweiswert besitzen Informationen, die aus mehreren unabhängigen Quellen stammen.
Die nachfolgende Graphik ist ein Beispiel einer typischen Quellenverkettung, wie sie in dieser Arbeit häufig vorkam:

Kritisches ist zur den Literaturquellen erforderlich. Einige wichtige Quellen über deutsche Siedlungen in Galizien stammen aus der Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945 und tragen dadurch deutliche propagandistische Züge. Die Texte wirken einseitig, glorifizieren die deutschen Kolonisten und äußern sich arrogant über andere Bevölkerungsgruppen. Die Begeisterung für Hitler war in den Siedlungsgebieten öfters eifriger als in Deutschland selbst.
Ein trauriges Zeugnis für eine seltsame Vermischung von Religion und Nazismus sind zum Beispiel einige Äußerungen des Pfarrers Fritz Seefeld, der wohl einer der am meisten zitierten Chronisten des Dornfelder Bezirks in Galizien ist, in dem unsere Vorfahren lebten. Er fordert eine stärkere Bindung der deutschstämmigen Kolonien an das Deutschtum, um eine allmähliche Vermischung mit der Umgebung zu verhindern: In dem Schlußwort seiner Chronik verlangt er die volle Hingabe der deutschstämmigen Protestanten an den Führer: "Dann müßt Ihr euch nicht nur für Adolf Hitler begeistern, sondern Ihr müßt euch von seinen Ideen überwältigen lassen, Ihr mußt vom Umbruch des deutschen Volkes mitgerissen sein. ... Nun horcht auf, was über die Grenze [von Deutschland] zu euch dringt von der Heiligkeit der göttlichen Schöpferordnung."[4] Seine Geschichtsschreibung ist durch diese Ideologie deutlich beeinflußt.
Das andere Ende des Spektrums bilden einige polnischen Historiker, die unter den deutschen Auswanderern nach Galizien nur "Habenichtse" sehen, die kaum etwas zum Aufbau des Landes eingebracht haben.
Eine objektive Geschichtsschreibung der deutschen Siedlungsgebiete in Osteuropa ist jedoch bis heute ein heikles Politikum, und es wird wohl noch eine Historikergeneration dauern bis neue, nicht ideologisch gefärbte Geschichtsbücher geschrieben werden.
Die Legenden über die Familie Laufersweiler und ihr Weg von Hunsrück nach Galizien wurden von Erich Ferdinand Laufersweiler mit viel Hingabe weiter erzählt und somit für die Nachkommen erhalten.
Die älteste mündliche Überlieferung berichtet über die Namensgeschichte Laufersweiler: "Vor dem 30-jährigen Krieg hat in der Nähe des Ortes Laufersweiler in Hunsrück ein Bauer dem König das Leben gerettet. Dafür wurde er in den Adelsstand erhoben und wurde Freiherr von Laufersweiler. Da die Laufersweiler Protestanten geworden sind, mußten sie im Zuge der Auseinandersetzungen des 30-jährigen Krieges ihren Heimatort in Richtung Osten verlassen, sie gingen nach Salzburg und später nach Wien. Angeblich hatten sie enge Verbindungen zu den Herrscherhäusern, sogar bis zum Hof in Wien. Überall waren sie aktive Protestanten, was ihnen häufig Konflikte mit der katholischen Umgebung bescherte. Sie mußten öfters weiterziehen. Später soll ein Vorfahre - die Legende berichtet, daß es in Ungarn war - wegen seiner ausschweifenden Lebensführung den adligen Titel verloren haben. Die Familie zog dann nach Galizien in die Nähe von Lemberg."
Diese Arbeit hat bestätigt, daß einige Teile dieser Überlieferung in geschichtlichen Tatsachen wurzeln. Die adlige Herkunft und der "von" Titel konnten aus den vorhandenen Quellen für die Laufersweiler zwar nicht nachgewiesen werden, dafür gibt es jedoch Indikationen, daß über eine angeheiratete Linie (Manz), die Vorfahren bis zum Karl dem Großen reichen.
Woher kommt der Name Laufersweiler? Die Namenswissenschaftler klassifizieren diesen Familiennamen in die Gruppe der Herkunfts- bzw. Ortsnamen. Die Ortsnamen gehören neben Berufs- und Eigenschaftsnamen zu den häufigsten Familiennamen in Zentraleuropa.
Wegen der Länge und relativer Komplexität in der Schreibweise besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, daß der Familienname Laufersweiler tatsächlich mit dem gleichnamigen Dorf in Verbindung stand. Die Forschung von Dr. Fritz Schellack[5] deutet darauf hin, daß die heutige Schreibweise des Ortes Laufersweiler erst nach 1590 erscheint. Vorher war die Schreibweise des Ortsnamens Leuferswilre, was damals als Lewaschwiler ausgesprochen wurde. Bis heute hat sich im Dialekt der Nachbardörfer die Ursprüngliche Aussprache als Lawaschwiler erhalten.
Die Schreibweise aller bekannten Ahnen entspricht überwiegend der Schreibweise des Ortes Laufersweiler nach 1590[6]. Um das Jahr 1690 gab es nachweislich mindestens 20 Träger dieses Namens in der Pfalz. Die ältesten bekannten Erwähnungen des Personennamens Laufersweiler, wie es von anderen Forschern berichtet wurde, stammen aus der Zeit um 1620. Daraus kann bestimmt werden, daß unsere Vorfahren wohl zwischen 1590 und 1620, also rund um das Jahr 1600 den Namen Laufersweiler angenommen haben. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, daß mehrere nicht verwandte Familien diesen Namen unabhängig voneinander annahmen. Gleichzeitig kann mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden, daß der Name älter als 1590 ist, da er sonst Leuferswilre lauten müßte. Es wäre unwahrscheinlich, daß alle lebenden Personen den Namen einer späteren Änderung der Schreibweise des Ortes Laufersweiler anpassen würden.
Es gibt deutliche Hinweise dafür, daß es höchstwahrscheinlich nie die legendären Freiherren von Laufersweiler gegeben hat. In den Bibliotheken gibt es ausführliche Adelskataloge, die jedoch nirgendwo von Laufersweiler berichten. Auch Dr. Fritz Schellack, der eine Chronik des Ortes Laufersweiler verfaßt hat[7], sieht keine Hinweise für ein adliges Geschlecht von Laufersweiler.[8] Zu dieser Legende wurde auch eine Frage in den Fragebögen gestellt, die an andere Laufersweiler verschickt wurden (heute leben etwa 70 Personen mit dem Namen Laufersweiler in Deutschland). Abgesehen von Erich Ferdinand Laufersweiler wurden keiner von den antwortenden Personen Berichte über adelige Vorfahren bekannt.
Da zwischen den ältesten Hinweisen auf den Familiennamen Laufersweiler (ohne von) und der heutigen Schreibweise des Ortes nur etwa 30 Jahre liegen (1620 - 1590 = 30 Jahre), kann nach dem heutigen Stand der Forschung davon ausgegangen werden, daß Freiherren von Laufersweiler wohl nur Wunschträume unserer Vorfahren waren. Eine solche glorifizierende Legendenbildung ist in der Genealogie wohlbekannt und wird von vielen Familienforschern berichtet.
Wie sind dann unsere Vorfahren zu diesem Namen gekommen? Darüber kann nur spekuliert werden. Vielleicht stammten sie tatsächlich aus dem Ort Laufersweiler in Hunsrück - hier könnte der wahre Kern der adeligen Legende liegen - und zogen, wie es damals üblich war, entlang der Postwege in Richtung Frankfurt. Als sie in ihre neue Heimat in einem der Pfälzischen Dörfer südlich von Mainz kamen (siehe nächstes Kapitel), übernahmen sie den Namen ihres Herkunftsortes als Familiennamen. Bis heute ist es vor allem in kleinen Dörfern üblich die Neuzugezogenen nach ihrem Herkunftsort zu bezeichnen ("das sind die Mannheimer, Partenheimer, Wormser usw."). Vielleicht hatten diese Vorfahren auch einen weitverbreiteten Namen, wie z.B. Müller oder Klein, der in ihrem neuen Ort bereits mehrfach vorhanden war. Um weitere Verwechslungen zu vermeiden, änderten sie ihren Namen nach dem Herkunftsdorf eines Familienmitgliedes.
Die nachfolgende Tabelle stellt genealogische Angaben aus drei Quellen zusammen:
Angaben des Archivs Louter aus Holland
Forschung in Kirchenbüchern von Hans-Martin Holleitner
Forschung in Kirchenbüchern des Ortes Partenheim von Leonard Laufersweiler
Diese Angaben stellen einen wichtigen Hinweis auf die Verteilung der Träger des Namens Laufersweiler in Deutschland zwischen 1654 und 1878. Die älteste hier erwähnte Person ist wohl Peter Laufersweiler, der 1657 in Gaulsheim heiratet. Demnach mußte er um 1630 geboren sein.
Interessant ist auch die unterschiedliche Schreibweise des Namens in den Kirchenbüchern:
Laubersweiler[9]
Lawersweiler[10]
Lauffersweiler
Laufersweiler
Diese Unterschiede in der Schreibweise können häufig auch bei anderen Familiennamen beobachtet werden. Sie hängen mit dem wenig ausgeprägten Grammatikbewußtsein der Namensträger und der buchführender Pastoren in dieser Zeit zusammen und wohl auch mit dem unterschiedlichen Alter der Einträge. Nicht selten wird nachweislich dieselbe Person an verschiedenen Stellen eines Kirchenbuches mit unterschiedlicher Schreibweise geschrieben.
Die hier aufgelistete Sammlung der genealogischen Daten erfolgte nicht systematisch. Es sind nur Zufallsfunde. Eine systematische Erforschung anderer Quellen könnte noch weitere Angaben in anderen Gebieten finden. Sie sind jedoch ein wichtiger Hinweis, daß das Siedlungsgebiet der Laufersweiler um das Jahr 1700 überwiegend die Ostpfalz war und wie wir später sehen werden, bis heute geblieben ist. Das holländische Archiv Louter wurde von mir beauftragt im gesamten Gebiet des Deutschen Reiches nach Laufersweiler-Angaben zu suchen. Auch hier lagen die gefundenen Angaben fast ausschließlich in der Pfalz. Von Interesse ist auch, daß mit Ausnahme der Partenheimer- und Düsseldorfer-Linie, fast alle Laufersweiler katholisch waren.
Die hohe Verbreitung des Namens und unterschiedliche Religionen lassen die Frage aufwerfen, ob alle Laufersweiler miteinander verwandt waren, oder ob es sich hier um einen gängigen Nachnamen handelt, wie z.B. Partenheimer, Offenbacher oder Mannheimer, der in dieser Region von mehreren nichtverwandten Familien angenommen wurde. Dies sollte von der künftigen Forschung noch geklärt werden.
|
Name |
Datum |
|
Ort |
Ereignis |
Name |
Eltern |
Kinder |
Rel./Quelle |
|
Peter Laufersweiler |
1.1654 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Johannes u. Margaretha |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Anna Margaret. Laufersweiler |
27.12.1657 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Peter u. Anna Maria |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Peter Laufersweiler |
12.1.1657 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Durst Anna Maria |
Peter |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johann Michael Lauffersweiler |
12.10.1659 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Johannes u. Margaretha |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johann Heinrich Lauffersweiler |
24.9.1661 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Joes u. Margarethe |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johannes Laufersweiler |
23.11.1663 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Joes u. Marg. |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Michael Laufersweiler |
16.12.1671 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Peter u. Anna Maria |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Anna Margaret. Laufersweiler |
16.12.1674 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Peter u. Anna Maria |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Maria Elisabeth Laufersweiler |
20.3.1678 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Peter und Anna Maria |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Susanna Catharina Lauffersweiler |
20.3.1678 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Peter u. Anna Maria |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Maria Elisabeth Laufersweiler |
9.10.1685 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Turelli Martin |
Peter |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johannes Laufersweiler |
12.3.1690 |
|
Gaulsheim |
beerdigt |
|
|
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johannes Lauffersweiler |
1691 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Böhmer Ursula |
Peter |
|
r-k KB Kemp-ten bei Bingen |
|
Casimir Laufersweiler |
5.3.1696 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Zöllesin Ursula |
Peter und Anna |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johann Peter Laufersweiler |
6.4.1697 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Casimir u. Ursula |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Johann Philipp Laufersweiler |
11.4.1699 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Casimir u. Ursula |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Anna Katharina Laufersweiler |
12.3.1701 |
|
Gaulsheim |
getauft |
|
Casimir u. Ursula |
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Appolonia Laufersweiler |
15.5.1703 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Duch Henricus |
|
|
r-k Louter Archiv |
|
Maria Barbara
Lawersweiler |
18.1.1706 |
|
Rüdesheim/ Rhein |
heiratet |
Münch Christophor |
|
|
r-k KB Hallgarten/Rhg. |
|
Mathias Lawersweiler |
1711 |
|
Rüdesheim/Rhein |
Taufpate |
Münch |
|
|
r-k KB Rüdesheim |
|
Maria Charitas
Lauffersweiler |
1722 |
|
Kempten bei Bingen |
ledige Taufpatin |
Grünewald |
Joes |
|
r-k KB Kempten |
|
Anna Margar. Laufersweiler |
1728 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Nicolaus u. Anna Marg. |
|
ev KB Partenheim |
|
Maria Barbara Laufersweiler Witwe von Johann Peter L. |
9.4.1731 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Max Johannes aus Geisenheim |
|
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Thomas Lauffersweiler |
1734 |
|
Kempten bei Bingen |
Taufpate |
Sohn d. Schöffen Nicolaus Simon |
|
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Anna Eva Laufersweiler Witwe von Jo-hann Philipp L. |
17.8.1739 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Mentenich Johann Gerhard aus Langenlohnshm. |
|
|
r-k KB Gaulsheim |
|
Thomas Lauffersweiler |
1740 |
|
Kempten bei Bingen |
Taufpate |
Sohn d. Heinrich Sütz |
|
|
r-k KB Kempten |
|
Friedrich Laufersweiler |
8.10.1740 |
|
Partenheim |
heiratet |
Anna Barbara |
|
|
ev KB Partenheim |
|
Katharina Laufersweiler |
27.9.1742 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Friedrich u. Anna Barb. |
|
ev KB Partenheim |
|
Johann Martin Laufersweiler |
28.2.1745 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Friedrich u. Anna Barb. |
Johann Geo. Christina Ba. Philipine Ca. Johann Ph. |
ev KB Partenheim |
|
Johan Valentin |
10.1746 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Friedrich u. Anna Barb. |
|
ev KB Partenheim |
|
Nicolaus Laufersweiler |
7.2.1747 |
|
Partenheim |
gestorben |
|
|
|
ev KB Partenheim |
|
Thomas Lauffersweiler |
1753 |
|
Kempten bei Bingen |
heiratet |
Sturm Anna Maria |
|
|
r-k KB Kempten |
|
Thomas Lauffersweiler |
30.8.1757 |
|
Kempten bei Bingen |
stirbt (40 Jahre alt) |
|
|
|
r-k KB Kempten |
|
Anna Margar. Laufersweiler |
22.11.1757 |
|
Partenheim |
heiratet |
|
|
|
ev KB Partenheim |
|
Salome Lauffersweiler |
2.8.1764 |
|
Mainz |
heiratet |
Steimetz Thomas |
|
|
r-k KB Hallgarten/Rhg. |
|
Jois Michaelis Laufersweiler |
um 1770 |
|
Dörrebach |
heiratet |
Annae Catharine |
|
Appolonia 71 Joes Anton79 |
k Louter Archiv |
|
Johann Martin Laufersweiler |
16.1.1770 |
|
Partenheim |
heiratet |
Katharine Elisa. Schuster |
Friedrich u. Anna Barb. |
bekannt |
ev KB Partenheim |
|
Johann Georg Laufersweiler |
25.10.1770 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Johann Mart. u. Kath. Elis. |
|
ev KB Partenheim |
|
Christina Barb. Laufersweiler |
5.10.1772 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Johann Mart. u. Kath. Elis. |
|
ev KB Partenheim |
|
Henrici Laufersweiler |
um 1774 |
|
Langen-lonsheim |
heiratet |
Mariae Elisabetha Flommersfeldin |
|
Joannes 75 Anna Cath.78 |
k Louter Archiv |
|
Johann Peter Laufersweiler |
21.5.1776 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Johann Mart. u. Kath. Elis. |
|
ev KB Partenheim |
|
Philipine Catharine Laufersweiler |
12.1.1779 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Johann Mart. u. Kath. Elis. |
|
ev KB Partenheim |
|
Johann Phillip Laufersweiler |
27.8.1781 |
|
Partenheim |
geboren |
|
Johann Mart. u. Kath. Elis. |
|
ev KB Partenheim |
|
Anna Maria Lauffersweiler |
18.1.1782 |
|
Rüdesheim/Rhn. |
stirbt |
|
|
|
r-k KB Rüdesheim |
|
Joannis Laufersweiler |
20.4.1790 |
|
Dörrebach |
heiratet |
Adlerin Sussana |
|
Catharina 95 Joannes Jacobus 97 Joannes Wilhelmus 99 Petrus 02 |
k Louter Archiv |
|
Johann Laufersweiler |
25.2.1791 |
|
Dörrebach/ Stromberg |
geboren |
|
Johann u. Sussana |
|
r-k KB Hallgarten/Rhg. |
|
Antonius Laufersweiler |
14.10.1792 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Bawelin Gertrude |
|
Catharina 93 Philippus 95 Sibilla 98 |
r-k Louter Archiv |
|
Philippi Laufersweiler |
um 1794 |
|
Gaubickel-heim |
heiratet |
Arnoldin Joannae |
|
Susanna 95 |
k Louter Archiv |
|
Wilhelmi Laufersweiler |
um 1794 |
|
Gaubickel-heim |
heiratet |
Lechthalerin Margarethae |
|
Petrus Josephus 95 |
k Louter Archiv |
|
Christine Henriette
Laufersweiler |
24.7.1796 |
|
Düsseldorf |
heiratet |
Wenz Peter Heinrich |
|
|
ev Louter Archiv |
|
Georgius Laufersweiler |
13.6.1798 |
|
Furfeld |
heiratet |
Ennersin Barbara |
|
|
k Louter Archiv |
|
Christina Laufersweiler |
22.1.1815 |
|
Gaubickel-heim |
heiratet |
Weiss Nicolaus |
|
|
k Louter Archiv |
|
Susanna Laufersweiler |
16.2.1817 |
|
Gaubickel-heim |
heiratet |
Weiss Petrus |
|
|
k Louter Archiv |
|
Johann Laufersweiler |
10.9.1822 |
|
Hallgarten/Rhg. |
heiratet |
Katharina Klein v. Neuhof |
Johann u. Sussana |
|
r-k KB Hallgarten/Rhg. |
|
Andreae Laufersweiler |
um 1824 |
|
Gaulsheim |
heiratet |
Hoos Magdalena |
|
Sibylla 1826 Sibilla 1828 |
r-k Louter Archiv |
|
Christina Laufersweiler |
4.9.1827 |
|
Sprendlin-gen |
heiratet |
Stilz Josephus |
|
|
r-k Louter Archiv |
|
Philippus Laufersweiler |
29.1.1828 |
|
Bendorf |
heiratet |
Staudenmeier Maria Catharina |
|
Catharina 20 Maria Antoinetta 20 Catharina 26 Catharina 27 Simon 30 |
r-k Louter Archiv |
|
Petrus Laufersweiler |
4.7.1831 |
|
Dörrebach |
heiratet |
Friedrich Anna Maria |
|
Conradus 32 Anna Maria 33 Wilhelmus 35 Caecilia 37 Henricus 39 Elisabetha 42 Joannes 44 |
k Louter Archiv |
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Antonius Laufersweiler |
16.10.1831 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Maisenberger Elisabetha |
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Anna Maria 32 Georgius 33 Maria Ther. 34 Gertrudis 36 Petrus 37 Antonius 40 Anna Marg.44 Sofia 43 |
r-k Louter Archiv |
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Fide Laufersweiler |
25.11.1834 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Schnabel Mathius |
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k Louter Archiv |
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Andreae Laufersweiler |
um 1834 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Jehn Agnetis |
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Christianus 36 Andreas 39 Magdalena 41 Petrus Jacobus 44 Joannes 45 |
r-k Louter Archiv |
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Johann Georg Laufersweiler |
um 1835 |
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Darmstadt |
heiratet |
Bridaut Marie Dorothee |
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Heinrich Philipp 36 Georg 39 |
ev Louter Archiv |
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Jacobus Laufersweiler |
2.2.1836 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Wilhelm Gertrudis |
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k Louter Archiv |
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Christina Laufersweiler |
13.10.1836 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Stenner Michael |
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k Louter Archiv |
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Sibilla Laufersweiler |
28.1.1838 |
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Mainz |
heiratet |
Hubert Nicolaus |
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k Louter Archiv |
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Margaretha Laufersweiler |
10.2.1839 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Borl Joannes |
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k Louter Archiv |
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Elisabetha Laufersweiler |
23.10.1840 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Fuhr Joannes Franciscus |
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k Louter Archiv |
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Valentinus Laufersweiler |
19.10.1845 |
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Bendorf |
heiratet |
Hoppen Anna Maria |
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Henricus 45 Antonetta 46 Joannes 48 Henricus 50 Adamus 53 Anna 55 Petrus 58 |
r-k Louter Archiv |
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Catharina Laufersweiler |
23.11.1847 |
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Bendorf |
heiratet |
Nett Petrus |
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r-k Louter Archiv |
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Elisabetha Laufersweiler |
12.9.1847 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Schnabel Mathias |
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k Louter Archiv |
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Maria Antoinetta Laufersweiler |
7.9.1851 |
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Koblenz |
heiratet |
Ruebenach Joes Theophorus |
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k Louter Archiv |
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Leopoldus Laufersweiler |
13.10.1853 |
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Mainz |
heiratet |
Huibert Eva |
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k Louter Archiv |
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Barbara Laufersweiler |
um 1857 |
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Gaulsheim |
heiratet |
? |
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Theresia 58 |
r-k Louter Archiv |
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Simon Laufersweiler |
30.10.1859 |
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Koblenz |
heiratet |
Haymann Margaretha |
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Catharina 65 Margaretha 69 |
k Louter Archiv |
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Wendelino Laufersweiler |
21.6.1862 |
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Groß-Winterheim |
heiratet |
Eberhard Christine |
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k Louter Archiv |
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Petrus Laufersweiler |
19.10.1865 |
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Büdesheim |
heiratet |
Beyer Gertrudis |
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Elisabetha 62 Dorothea 70 Anna Hildegardis 72 |
r-k Louter Archiv |
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Christianus Laufersweiler |
24.10.1867 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Missenauer Anna Maria |
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Sophia 69 Henricus 70 Fraciscus 73 |
r-k Louter Archiv |
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Valentinus Laufersweiler |
5.11.1868 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Haas Elisabetha |
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k Louter Archiv |
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Jacobus Laufersweiler |
27.1.1870 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Theis Magdalena |
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k Louter Archiv |
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Valentinus Laufersweiler |
6.6.1872 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Gruber Maria Magdalena |
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k Louter Archiv |
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Antonius Laufersweiler |
11.4.1872 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Mueller Katharine |
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r-k Louter Archiv |
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Elisabeth Laufersweiler |
1.5.1873 |
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Düsseldorf |
heiratet |
Rinke Wilhelm |
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? Louter Archiv |
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Margaretha Laufersweiler |
25.11.1873 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Boerner Johannes |
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r-k Louter Archiv |
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Johan Laufersweiler |
7.1.1873 |
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Gaulsheim |
heiratet |
Friedrich Gertraude |
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r-k Louter Archiv |
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Henricus Laufersweiler |
24.11.1874 |
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Gaubickel-heim |
heiratet |
Haas Magdalena |
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k Louter Archiv |
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Maria Theresa Laufersweiler |
15.10.1878 |
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Bingen |
heiratet |
Weidmann Eduardus |
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r-k Louter Archiv |
Abkürzungen: r-k: römisch-katholisch;k: katholisch; ev: evangelisch; KB: Kirchenbücher
Der älteste direkt bekannte Vorfahre und somit der Stammvater unserer Linie ist Friederich Laufersweiler (geboren um 1685). Von ihm ist bekannt, daß ihm seine Frau C(atharina) Elisabetha in Partenheim am 10.7.1721 die Tochter Maria Laufersweiler gebar, die im evangelisch lutherischem Kirchenbuch registriert wurde. Er ist wahrscheinlich der Bruder von Nicolauß Laufersweiler, der am 7.2.1747 im Alter von 68 Jahren gestorben ist, und evangelisch-lutheranisch beerdigt wurde (s. Stammtafel LAU-2). Sein Sohn Friedrich Laufersweiler (geboren um 1715) heiratete in Partenheim am 8.10.1740 Anna Barbara, was auch in den Partenheimer Kirchenbüchern verzeichnet wurde. Dieses Ehepaar hatte drei Kinder von denen Johann Martin Laufersweiler (*28.2.1745) die Geschichte unserer Familie durch die Auswanderung nach Galizien (heute Ukraine) in 1784 dramatisch veränderte. Mindestens vier Generationen von Laufersweiler haben in Partenheim gelebt. Bis heute konnte noch nicht festgestellt werden woher sie nach Partenheim kamen.
Welche Hintergründe zwangen Johann Martin Laufersweiler sein Geburtsdorf zu verlassen? Im Jahre 1784 hatte die Pfalz ein furchtbares Jahrhundert hinter sich. Ein Zeitzeuge berichtet:
"Von übermütigen Forderungen beständig beängstigt, mit der Verpflegung zahlreicher Feinde unaufhörlich belästigt, den Erpressungen der durchziehende Heere bloßgestellt, mußten sie alles über sich ergehen lassen, um nicht noch schlimmeren Übeln ausgesetzt zu werden. Hatten die Bewohner ein Jahr Ruhe, so konnten sie erwarten, daß die nächste Ernte dem Feinde gehörte. So sah es damals in der Pfalz aus, die ja von jeher ein Tummelplatz fremder Heere war und unmögliches über sich hatte ergehen lassen müssen. Dazu kam der ungewöhnlich harte Winter 1708/09, durch den die Landwirtschaft unendlichen Schaden erlitt. Dumpfe Verzweiflung faste die frierende und hungernde Bevölkerung in Stadt und Land. ... Rücksichtslos wurden trotzdem die Zehnten eingetrieben. Zu diesen wirtschaftlichen Notständen kamen auch politische Unterdrückungen und religiöse Unduldsamkeit, da nach der damaligen Zeit, wenn der Landherr die Religion wechselte, auch die Untertanen folgen mußten; bald war man katholisch, bald lutherisch, bald reformiert. Sogar gewaltsame Mittel wurden zur Bekehrung angewendet. Alles dies zusammen mußte den Bürgern und Bauern zuletzt die Heimat verleiden. Hatte doch damals das unruhige Leben auf ständiger Flucht vor plündernden Feinden bei der Bevölkerung geradezu das Gefühl der Heimatlosigkeit hervorgerufen und die Anhänglichkeit an die von den Vätern ererbte Scholle vollständig erstickt."[11]
Kaum ist in der Pfalz eine bedeutende Schlacht vorgefallen, die nicht eine Kolonie in Galizien, an der Wolga, in Banat oder in Südungarn ins Dasein gerufen hätte. Die Pfalz gehört seit Jahrhunderten zu den am meisten von Kriegen gefährdeten Gebieten Deutschlands.
Mit der Auswanderung nach Galizien im Jahre 1784 endete der Aufenthalt von mindestens vier Laufersweiler-Generationen in Partenheim - einem über 1.000 Jahre alten pfälzischen Dorf. Die Geschichtsforschung dieses Ortes steckt noch in Kinderschuhen, hinzu kommt, daß die evangelischen Kirchenbücher in Partenheim teilweise im sehr schlechten Zustand sind und noch nicht restauriert wurden. Sie enthalten umfangreiche Textpassagen, die wohl noch nicht wissenschaftlich ausgewertet wurden. Auch hier kann noch weiter geforscht werden. Der Text ist stellenweise jedoch kaum noch lesbar, und es besteht die Gefahr, daß die Inhalte unwiederbringlich verlorengehen werden.
Fortsetzung siehe Teil 2